Nettorendite berechnen

Die Nettorendite zeigt die wahre Rendite nach allen Kosten. Berechne sie mit unserem detaillierten Rechner.

Nettorendite Rechner

12%

Jährliche Kosten

2%

Deine Nettorendite

3,1 %

Akzeptable Rendite

Berechnung

Bruttorendite:4,3 %
Gesamtinvestition:280.000 €
Jahresmiete:10.800 €
– Kosten/Jahr:1.880 €
– Leerstand:216 €
= Netto-Ertrag:8.704 €
Vollständige Analyse mit Cashflow

Was ist die Nettorendite?

Die Nettorendite (auch: Nettomietrendite) zeigt die tatsächliche Rendite nach Abzug aller Kosten. Im Gegensatz zur Bruttorendite berücksichtigt sie auch die Kaufnebenkosten und laufenden Kosten.

Die Formel

Nettorendite = ((Jahresmiete − Kosten) ÷ Gesamtinvestition) × 100

Was zählt zu den Kosten?

  • Kaufnebenkosten: Grunderwerbsteuer (3,5–6,5%), Notar (~1,5%), Makler (bis 3,57%), Grundbuch (~0,5%)
  • Instandhaltung: Ca. 1–1,50 €/m² pro Monat
  • Hausverwaltung: 20–35 € pro Einheit/Monat
  • Grundsteuer: Variiert je nach Gemeinde
  • Versicherungen: Gebäudeversicherung, ggf. Mietausfall
  • Leerstand: Üblicherweise 2–5% kalkulieren

Häufige Fragen

Was ist eine gute Nettorendite bei Immobilien?

Eine gute Nettorendite liegt bei mindestens 4%. Ab 5% gilt sie als sehr gut. Unter 2% ist die Rendite kritisch und das Risiko-Rendite-Verhältnis fragwürdig.

Wie berechnet man die Nettorendite?

Die Nettorendite berechnet sich: ((Jahresmiete - alle Kosten) / Gesamtinvestition) × 100. Die Gesamtinvestition umfasst Kaufpreis plus Kaufnebenkosten (10-15%).

Welche Kosten werden bei der Nettorendite abgezogen?

Abgezogen werden: Instandhaltungsrücklagen, Hausverwaltung, Grundsteuer, Versicherungen, Leerstandskosten und sonstige nicht umlagefähige Kosten.

Nettorendite vs. Bruttorendite – wie groß ist der Unterschied?

Der Unterschied beträgt typischerweise 1,5–2,5 Prozentpunkte. Bei einer Bruttorendite von 5% liegt die Nettorendite meist bei 2,5–3,5%. Der genaue Unterschied hängt von der Höhe der Kaufnebenkosten (je nach Bundesland 10–15%), Instandhaltungskosten und Leerstandsquote ab.

Welche Kaufnebenkosten muss man einrechnen?

Die Kaufnebenkosten setzen sich zusammen aus: Grunderwerbsteuer (3,5–6,5% je nach Bundesland), Notarkosten (~1,5%), Grundbucheintrag (~0,5%) und ggf. Maklerprovision (bis zu 3,57%). Insgesamt liegen die Kaufnebenkosten bei 10–15% des Kaufpreises und erhöhen die Gesamtinvestition erheblich.

Wie berechne ich die Nettorendite richtig?

Für die korrekte Berechnung: 1. Jahresmiete ermitteln (Kaltmiete × 12), 2. Alle jährlichen Kosten abziehen (Instandhaltung, Verwaltung, Grundsteuer, Versicherung, Leerstand), 3. Das Ergebnis durch die Gesamtinvestition (Kaufpreis + Kaufnebenkosten) teilen und mit 100 multiplizieren.

Nettorendite vor und nach Steuern

Die klassische Nettorendite ist eine Vor-Steuer-Betrachtung. Nach Steuern kann die Rendite deutlich anders aussehen: Durch die steuerliche Absetzbarkeit von Zinsen, AfA (2–3% p.a.) und Werbungskosten kann die Steuer die Rendite sogar verbessern. Besonders bei hohem persönlichem Steuersatz lohnt sich die Nachsteuer-Betrachtung.

Was sind typische Instandhaltungskosten?

Als Faustregel gelten 1,00–1,50 € pro Quadratmeter pro Monat für Neubauten und 1,50–2,50 € für Altbauten. Die Peterssche Formel empfiehlt, über 80 Jahre das 1,5-fache der Herstellungskosten als Instandhaltung einzuplanen. Bei einer 70-m²-Wohnung sind das ca. 70–175 € monatlich.

Wie wirkt sich Leerstand auf die Nettorendite aus?

Jeder Prozentpunkt Leerstand reduziert die Nettorendite um ca. 0,3–0,5 Prozentpunkte. Bei 5% Leerstand verlierst du nicht nur die Miete, sondern trägst auch die Nebenkosten selbst. In guten Lagen mit niedrigem Leerstand (unter 2%) ist der Effekt gering, in strukturschwachen Gebieten (5–10%) kann er die Rendite stark belasten.

Nettorendite bei Neubauten vs. Altbauten

Neubauten haben oft eine niedrigere Bruttorendite (höherer Kaufpreis), aber geringere Instandhaltungskosten und weniger Leerstand. Altbauten bieten höhere Bruttorenditen, aber die Nettorendite kann durch Sanierungsbedarf und höheren Verwaltungsaufwand belastet werden. Der Netto-Unterschied ist daher oft geringer als erwartet.

Bruttorendite vs. Nettorendite im Vergleich

Die folgende Tabelle zeigt, wie stark die Nettorendite bei verschiedenen Szenarien von der Bruttorendite abweicht. Je höher die Kosten und Kaufnebenkosten, desto größer die Differenz.

SzenarioBruttorenditeNettorenditeDifferenz
Neubau, gute Lage, niedrige NK4,0%2,8%-1,2%
Bestandswohnung, mittlere Lage5,5%3,5%-2,0%
MFH, B-Stadt, moderate Kosten6,5%4,2%-2,3%
Altbau, hoher Instandhaltungsbedarf7,0%3,8%-3,2%
Ländlich, hoher Leerstand (8%)9,0%4,5%-4,5%

5 Tipps zur Verbesserung der Nettorendite

1

Kaufnebenkosten minimieren

In Bundesländern mit niedriger Grunderwerbsteuer (Bayern: 3,5%) kaufen. Auf einen Makler verzichten oder die Provision verhandeln.

2

Verwaltungskosten senken

Selbstverwaltung spart 25–35 € pro Einheit monatlich. Alternativ: Verwaltungsverträge vergleichen und verhandeln.

3

Leerstand reduzieren

Standorte mit niedriger Leerstandsquote wählen. Schnelle Neuvermietung durch marktgerechte Mieten und guten Zustand der Wohnung.

4

Instandhaltung strategisch planen

Regelmäßige kleine Maßnahmen verhindern teure Großsanierungen. Rücklagen konsequent bilden und nicht als Rendite verbuchen.

5

Umlagefähige Kosten optimieren

Prüfe, welche Kosten auf den Mieter umgelegt werden können (Betriebskostenverordnung). Nicht umlagefähige Kosten gezielt reduzieren.

Weiterführende Analysen

Die Nettorendite gibt dir ein realistisches Bild der Objektrentabilität. Für die vollständige Bewertung solltest du weitere Kennzahlen heranziehen: